Am 19. November kamen in Berlin auf Einladung von Familienministerin Manuela Schwesig etwa 300 Besucher zum „Tag der Mehrgenerationenhäuser“. Grund zum Feiern gab es für die Anwesenden genug: Die Förderung des Bundes für bestehende und kommende Projekte wurde bis Ende 2016 verlängert und sichert so den Fortbestand der Orte für Begegnungen zwischen Alt und Jung.

Was sind Mehrgenerationenhäuser?

Wie bereits angedeutet handelt sich bei Mehrgenartionenhäusern um zentrale Begegnungsstätten für Menschen jeglichen Alters. Sie sollen Raum für Aktivitäten bieten und so das nachbarschaftliche Miteinander einer Kommune stärken. Von diesem Ansatz können alle profitieren: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt.

Ein „Offener Treff“

Merkmal eines jeden Mehrgenerationenhauses ist der „Offene Treff“, das als Bistro oder Café den Mittelpunkt des Hauses bildet. Jeder ist hier herzlich zum Austausch eingeladen, egal wie alt oder jung die- oder derjenige ist.

Bereits 450 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland

Bundesweit nehmen 450 Mehrgenerationenhäuser am Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II der Regierung teil. Die Liste der Angebote, die von der Bevölkerung in Anspruch genommen werden kann, ist lang: Neben Lern- und Kreativangeboten für Kinder und Jugendliche, Weiterbildungskursen für den Beruf und Betreuungsangeboten für Pflegebedürftige und Demenzkranke werden auch Sprachkurse für Migrant_Innen angeboten. Damit ist das Mehrgenerationenhaus auch Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Bei ihrer Arbeit sind Mehrgenerationenhäuser auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern angewiesen – insgesamt sind es bundesweit 17.000 Menschen, die sich für die Begegnungsstätten engagieren. Über die Hälfte der Angebote wird erst durch diese Mitarbeit ermöglicht.

Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II verlängert

Das am 1 Januar 2012 gestartete Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gewährt Einrichtungen einen jährlichen Zuschuss von bis zu 40.000 Euro.

Alle erforderlichen Dokumente zur Förderung finden Interessierte auf den Seiten des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Langfristig sollen sich die Mehrgenerationenhäuser wirtschaftlich selbst tragen können, weshalb sie auf Sponsoren und Kooperationen mit der Wirtschaft angewiesen sind.

 

Das Mehrgenerationenhaus Dorflinde

Was ist ein Mehrgenerationenhaus? In diesem Film wird das Haus Dorflinde besucht…